Ostergruß an die Unterzeichner des Aufrufs

Ostern 2021

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Aufrufs „Nein ohne jedes Ja zu Geist, Logik und Praxis der atomaren Abschreckung!“

Herzlich grüßen wir Sie zum bevorstehenden Osterfest. Zugleich danken wir Ihnen für Ihre persönliche Unterstützung des Aufrufs „Nein ohne jedes Ja zu Geist, Logik und Praxis der atomaren Abschreckung“. Inzwischen haben sich dem Aufruf mehr als 600 Unterzeichner*innen angeschlossen.

Auch in diesem Jahr erinnert uns das Osterfest daran, dass uns Gott in Christus nicht der Angst, "gefangen in Todesbanden", überlässt, sondern zu neuem Leben befreit. Diese Osterbotschaft gilt allen Menschen dieser Welt. „Daraus folgt: Kein Mensch und kein Staat darf das Zusammenleben der Menschen durch Geist und Logik der Abschreckung vergiften, sie zu Mitteln der Politik machen und damit die Wege zu Gerechtigkeit (und Frieden)verbauen (Bundessynode Görlitz, 1987).

Die Osterbotschaft will lösen und befreien aus den tödlichen Verstrickungen und Bindungen des gegenwärtigen Sicherheitssystems und der wechselseitigen Bedrohungen mit atomaren Massenvernichtungsmitteln. Sie fordert dazu auf, Sicherheit heute neu zu denken als ein System, das auch Verantwortung einschließt für die Sicherheit des vermeintlichen Gegners und seiner Menschen.

Im Lichte von Ostern erscheint uns das Inkrafttreten des Vertrages über das Verbot von Kernwaffen am 22. Januar 2021 als ein aktuelles Geschenk. Natürlich, weder mit diesem Vertrag noch mit unserem „Nein zur atomaren Abschreckung“ werden Kernwaffen in der Weltunmittelbar abgeschafft. Aber beides sind erste entscheidende Schritte auf einem langen Weg auf dieses Ziel hin, der übrigens für chemische und biologische Waffen vor einigen Jahrzehnten zum Erfolg geführt hat.

Wir wollen unseren Aufruf mit Ihrer Unterstützung weiter verbreiten, in Gemeinden und Kirchen, aber auch darüber hinaus. Dafür hat sich unsere Webseite https://nein-zur-atomaren-abschreckung.de/ bewährt.

Dazu soll auch der Handzettel dienen, den Sie ausdrucken und verteilen können. Wo Kirchen zu Ostern nicht geschlossen bleiben, aber auch in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis gibt es bestimmt die eine oder andere Gelegenheit, den Handzettel in Umlauf zu bringen. Für uns ist der Ökumenische Kirchentag eine nächste Adresse für unseren Aufruf - so er denn eine Gelegenheit dazu bietet.

Eine frohe und gesegnete Osterzeit wünschen Ihnen
Helmut Domke, Hans Misselwitz und Jochen Garstecki